Kinderjury verleiht Cinepänz Preis an


Verwegene Abenteuer und Liebe zu einer Außerirdischen.
Kinderjury verlieh den CINEPÄNZ-Preis.
Erfolgreicher Abschluss der 9-tägigen Kölner Kinder- und Jugendfilmfestivals
„The Winner is" hieß es am Sonntag, 30.11. beim Abschlussfest des 19. Kölner Kinderfilmfestes CINEPÄNZ. Die Jury – bestehend aus 8 Kindern zwischen 10 und 15 Jahren – hatte sich einstimmig im Wettbewerb unter den 9 internationalen Kölner Filmpremieren für den norwegischen Abenteuerfilm RETTET SELMA des Regisseurs Arne Lndtner Naess entschieden.
Die Geschichte der 12-jährigen Noora, die mit ihrer Familie an der norwegischen Küste lebt und sich nicht nur um ein verlassenes Robbenbaby kümmern muss, sondern auch noch von einer Schmugglerbande verfolgt wird, beeindruckte die Jury: „durch den perfekt ausgesuchten Drehort mit wunderschönen Landschaften, durch die auf die einzelnen Szenen abgestimmte Musik, die die Spannung im Film nochmals intensiv unterstützt hat und durch die lebensnahen Charaktere, die von den Schauspielern realistisch und professionell dargestellt wurden.“ Da sich die Jury trotz langer Diskussion nicht auf den zweitbesten Film einigen konnte, setzten sie gleich zwei Filme auf den zweiten Platz. Der deutsche Abschlussfilm des Festivals, STELLA UND DER STERN DES ORIENTS, gefiel den Kindern, weil sie in der spannenden Abenteuergeschichte um eine Zeitreise mitfiebern und zugleich eine Menge über die Zeit um 1900 lernen konnten. Die irische Komödie DER AUSSERIRDISCHE SOMMER um einen Jungen, der sich in einem kleinen irischen Dorf in eine Außerirdische verliebt, amüsierte die Kinder, aber auch die Botschaft des Films: Akzeptiere jeden so wie er ist und habe keine Vorurteile- war gut umgesetzt.
CINEPÄNZ konnte in diesem Jahr wieder um die 8000 Besucher verbuchen, die zu den mehr als 100 Filmveranstaltungen und Workshops kamen. Neben den Wettbewerbsfilmen und Kinospecials mit Gästen und Aktionen lockte vor allem auch die Themenreihe „Respekt" in den Jugend- und Bürgerzentren viele Kinder an. Gemeint war der der Respekt vor anderen Menschen (z.B. in DER TRAUM oder HOPPET), aber auch der Respekt vor der Natur (MISA MI) oder auch der vor den Lebenswünschen und –weisen. Während in den Kinder- und Jugendeinrichtungen nach zahlreiche Filmen der Themenreihe (Spiel-) Aktionen angeboten wurden, kamen in den Kinos zahlreiche Gäste: Filmemacher, Produzenten, Filmmusiker, Schauspieler. Zu einigen Filmen kamen Experten, die (z.B. zu DRACHENLÄUFER) den Kindern und Jugendlichen Hintergrundinformationen zur Situation in der Krisenregion Afghanistan/ Pakistan liefertenn oder ihnen ganz praktisch (nach FIGHTGIRL AYSE) die Besonderheiten des Kung Fu demonstrierten.
Auch die Jugendreihe See Youth für junge Leute ab 13 Jahren mit 10 jugendrelevanten Filmen wurde sehr gut angenommen. FIGHTGIRL AYSE, DUNYA & DESIE, LEROY, BEN X, das waren einige der Titelhelden der Jugendreihe, die ganz schön kämpfen mussten für ihr Glück.
Die Kölner Spinxx- Kinderkritiker, die wie schon seit vielen Jahren wieder auf „spinxx.de – Onlinemagazin für junge Medienkritik“ über das Festival berichteten, hatten am 2. Festivalwochenende ihre Kollegen aus 8 nordrhein-westfälischen Kinderredaktionen und einer Redaktion aus Berlin zum „6. Spinxx-Kritikergipfel“ zum Thema „Ohrenflimmern – Musik und Sound im Film“ eingeladen. Dabei rückten die Jungkritiker die Tonspur ins Scheinwerferlicht, sie diskutierten mit Filmusikern und Regisseur zum Film UP! UP! TO THE SKY, beobachteten Profis bei der Arbeit und wurden selber produktiv. In zahlreichen Workshops, die natürlich auch den Besuchern des Festivals offen standen, wurden Filmszenen neu synchronisiert, eine neue Tonspur zu einem Videoclip entwickelt und Bilder zur Musik gedreht.
Highlight des Gipfels wie auch der Jugendreihe bildete das berühmte Kultmusical THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW, bei dem die Zuschauer - mit allen nötigen Mitmachingredienzien ausstaffiert - Teil eines interaktiven Spielfilms wurden.


(Kinder-)Jurybegründungen:

1.Platz: Rettet Selma!
Norwegen 2008, Regie: Arne Lindtner Næss, mit: Amina Hegevold Sanca, Øyvind H. Vaktskjold, Ragnhild M. Gudbrandsen, Banthata Mokgoatsane, 87 Min
Als Gewiner des diesjährigen Kölner Kinderfilmfests "Cinepänz" hat sich die Jury einstimmig für den in Norwegen gedrehten Film "Rettet Selma" von Arne Lindtner Naess entschieden und ihn einstimmig auf Platz eins gewählt.
Die Geschichte der zwölfjährigen Noora, die mit ihrer Familie an der norwegischen Küste lebt und sich nicht nur um ein verlassenes Robbenbaby kümmern muss, sondern auch noch von einer Schmugglerbande verfolgt wird.
Der Film beeindruckte die Jury durch den perfekt ausgesuchten Drehort mit wunderschönen Landschaften, durch die auf die einzelnen Szenen abgestimmte Musik, die die Spannung im Film nochmals intensiv unterstützt hat und durch die lebensnahen Charaktere, die von den Schauspielern realistisch und professionell dargestellt wurden.
Außerdem war die Handlung des Films sehr nachvollziehbar und logisch, so dass bestimmt einige von uns gerne dabei gewesen wären, um einmal das niedliche Robbenbaby zu streicheln. Oder um den Kindern, die völlig normal und den meisten Zuschauern ähnlich waren, zu helfen, ihr gefährliches Abenteuer in der schönen Küstenregion zu meistern!


2. Platz: Stella und der Stern des Orients
Deutschland 2007, Regie: Erna Schmidt, mit: Laura Berschuck, Hanna Schwamborn und Axel Prahl, 90 Min.,
Da wir uns, auch nach langer Diskussion nicht entscheiden konnten, welcher Film auf den zweiten Platz kommt, haben wir zwei Filme auf den zweiten Platz gesetzt.
Der erste Film ist Stella und der Stern des Orients in dem die Hauptfigur Stella 100 Jahre in der Zeit zurückreist und dort ihrer Urgroßmutter bei einer gefährlichen Schatzsuche hilft.
Wir haben Stella und der Stern des Orients auf den zweiten Platz gewählt, weil wir fanden, dass es ein toller Abenteuerfilm war bei dem man richtig mitfiebern kann. Außer das er spannend war, fanden wir auch, dass man ein Bisschen was lernen konnte. Nämlich wie anders das Leben im Jahr 1905 war. Dadurch entstehen auch viele lustige Situationen, die uns sehr gut gefallen haben.

Was uns nicht so gut gefallen hat war, dass man viele Situationen schon aus anderen Filmen kennt und somit schon weiß, wie es wahrscheinlich ausgehen wird.

2. Platz: Ein außerirdischer Sommer
Irland 2007, Regie: Martin Duffy, mit: Robert Sheehan, Lorcan Cranitch, Nicola Coughlan, 84 Min.,
Der Film „Ein außerirdischer Sommer“ spielt im Jahre 1967 und erzählt die Geschichte von Dan, einem Jungen der die Sommerferien bei seinem Vater in einem kleinen irischen Dorf verbringt. Dan ist ein Hippie und wird von den Dorfbewohnern nicht akzeptiert. Doch das ist schnell vergessen, als er plötzlich auf zwei Außerirdische trifft.
Den Film "Ein außerirdischer Sommer" haben wir auf den zweiten Platzt gewählt, weil uns besonders die Schauspieler gefallen haben. Sie haben sehr gut gespielt und man konnte sich gut in sie hineinversetzen. Außerdem war der Film sehr lustig und man konnte viel lachen. Auch die Botschaft des Films "Akzeptiere jeden so wie er ist und habe keine Vorurteile" war sehr gut umgesetzt.
Allerdings gab es auch ein paar negative Punkte. So fanden wir zum Beispiel die letzte Szene in der ein Raumschiff startet, nicht gut gemacht. Auch die unnötige Rahmenhandlung die am Ende nicht wieder aufgegriffen wird hat uns gestört.


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